16. Januar 2026
Vier Jahre Krieg – und erneut ein Winter voller Sorge. Viele ältere und kranke Menschen in der Ukraine frieren bei eisigen Temperaturen. Vielen mangelt es an Heizmaterial und auch an Medikamenten.
Seit 65 Jahren lebt Halyna Mukhadi im Dorf Martowe in der Region Charkiw. Hier hat sie mit ihrem Mann gearbeitet, ihre Kinder großgezogen und ein liebevolles Zuhause geschaffen. Doch kurz vor dem Ruhestand bemerkt sie erste Anzeichen einer Herzkrankheit. Die Diagnose einer schweren Herzerkrankung verändert ihr Leben tiefgreifend. Körperliche Anstrengung ist fortan tabu, und ihre Medikamente kosten so viel, dass von der kleinen Rente kaum etwas zum Leben bleibt.
Dann kommt der Krieg: Alles wird knapp, und irgendwann gibt es auch kein Gas mehr für die Heizung. Während der russischen Besatzung bricht Halyna Mukhadi unter der Belastung zusammen und erleidet einen Herzinfarkt. Seitdem ist sie noch schwächer; Kälte ist für sie lebensgefährlich. Immer wieder stehen sie und ihr Mann vor der Wahl: Geld für Medizin oder Heizmaterial? Mit dieser Not ist das Ehepaar nicht allein. Laut Vereinten Nationen benötigen in der Ukraine 12,7 Mio. Menschen humanitäre Hilfe. Besonders betroffen sind ältere und kranke Menschen.
Gemeinsam mit der ukrainischen Hilfsorganisation New Way und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes hilft die Konstanzer NGO Hoffnungszeichen e.V. dem Ehepaar Mukhadi. „Wir bekommen nun schon im zweiten Jahr Brennstoff“, sagt die Rentnerin dankbar. „Mit dem Alter merkt man erst, wie wichtig Wärme ist.“ Für sie ist diese Unterstützung ein großer Trost. Allen Problemen zum Trotz hat sie ihren inneren Halt nicht verloren: „Mein Traum ist ganz einfach: Frieden.“
In diesem Winter unterstützt Hoffnungszeichen insgesamt 270 Familien in neun Dörfern, in denen die Not am größten ist, mit Heizmaterial. „Möglich wird das durch die vielen Spenderinnen und Spender in Deutschland“, betont Klaus Stieglitz, Erster Vorstand von Hoffnungszeichen, „Unser Dank gehört diesen großherzigen Unterstützern, die den Menschen in der Ukraine beistehen wollen.“